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Zucker ist Gift für die Zähne – diese Aussage stimmt nicht immer. Eigentlich wirkt die Zuckeraufnahme dann besonders schlimm, wenn sie über den Tag verteilt über einen längeren Zeitraum am Stück stattfindet. Einmal punktuell viele Süßigkeiten zu essen, ist dem gegenüber weniger schlimm. An Festtagen nimmt man viel Zucker über längere Zeiträume am Stück zu sich. Grenzt man dies allerdings für sich ein, ist schon viel gewonnen. Es gibt noch viele weitere Zahntipps, die Sie beachten können.

Die Zähne nicht isoliert betrachten

Zucker regelmäßig eingenommen ist für den Körper insgesamt nicht gut. Wer also Zucker nur einmal am Tag zu sich nimmt, tut gleichermaßen etwas für Körper und Zähne.

Neben der Vermeidung von zuckerhaltigen Süßigkeiten über den Tag verteilt, gehören Obst und Gemüse auf den Speisezettel, ebenso Salat sowie Milch- und Vollkornprodukte. Andererseits kann auch Obst viel Fruchtzucker enthalten.

Tipp: Setzen Sie Obst mit einem niedrigen Fruchtzuckergehalt auf den Speiseplan. Dazu zählen beispielsweise Aprikosen mit nur 0,8 Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm, viele Beerensorten wie Heidelbeeren, aber auch Papayas, Avocados, Limetten oder Rhabarber sind Niedrigzucker-Obst.

Pfirsich

Süß und sauer

Bei Letzteren zeigt sich aber ein anderes Dilemma: Was nicht süß ist, kann sauer sein. Viele Obstsorten wie Limetten oder andere Zitrusfrüchte enthalten weniger Fruchtzucker, greifen die Zähne jedoch direkt mit Fruchtsäure an. Wer Fruchtsäure zu sich nimmt, sollte danach nicht sofort die Zähne putzen, sondern etwa eine halbe Stunde damit warten. Inzwischen hat nämlich der Speichel die Wirkung der Säure etwas abgemildert. Alternativ sollte man den Mund mit Wasser ausspülen, was dem sauren Milieu im Mund etwas entgegenwirkt.

Funktion des Speichels

Der Speichel reinigt den Mund auf natürliche Weise und mineralisiert die Zähne. Denn die Säure greift den Zahnschmelz an und macht ihn empfindlicher auch für mechanische Beanspruchung. Säure ist auch in Obstsäften oder etwa fruchthaltigem Joghurt enthalten, außerdem in

– Limonade,
– Obstsaft,
– Cola oder
– Wein.

Auch hier gilt also: Besser punktuell “sündigen” als permanent. Ein Glas zur Mahlzeit ist besser als über den ganzen Feiertag verteilt Fruchtsaft zu trinken.

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Säure aus Zucker

Säure löst den Zahnschmelz auf. Dies geschieht aber nicht nur, indem man säurehaltige Lebensmittel zu sich nimmt, sondern auch durch Süßes. In fast allen Süßigkeiten ist Zucker unterschiedlichster Art enthalten.

Dazu zählen Haushaltszucker, Traubenzucker, Fruchtzucker und Rohrzucker. Die Karieserreger wachsen und gedeihen im zuckerhaltigen Milieu des Mundes und wandeln den Zucker wieder in Säure um. Die harte Substanz des Zahnes wird demineralisiert, und so wird der Zahn angreifbar.

Zahnbeläge verursachen neben Karies auch Zahnfleischentzündungen und Parodontose.

Hauptmahlzeit mit oder ohne Nachtisch

Weniger ist also mehr. Wer es schafft, Süßigkeiten auch in Form des Nachtischs beim Mittagessen nur einmal täglich zu genießen, hat schon viel gewonnen. Der Speichel schafft es bei punktueller Zuckeraufnahme zum Beispiel beim Mittagessen, die Zuckerwirkung zu neutralisieren. Es findet dadurch nämlich eine Remineralisierung des Zahnschmelzes statt. Die ständige Zuführung zuckerhaltiger Speisen hingegen stellt den Overkill für diesen natürlichen Prozess dar. Wer es besser machen will, verzichtet auf die Nachspeise als Zuckerbombe und isst anstatt dessen ein Vollwert-Hauptgericht mit Zuckeranteil: Süße Schupfnudeln mit Mohnschmelze und Preiselbeeren, Pfannkuchen mit Fruchtanteil oder ein Auflauf mit Früchten sind auch ohne Nachspeise Schlemmereien, gerade wenn sie der alleinige Süß-Höhepunkt des Tages bleiben. Naschkatzen können nämlich nur schwer ganz darauf verzichten.

Cornflakes und Zähne

Besonders hartnäckig: Zucker-/Stärke Kombination

Süßigkeiten, die länger im Mund bleiben, sind mit besonderer Vorsicht zu genießen. Klebrige Bonbons oder Honig haften gut an den Zähnen und bilden so eine bessere Voraussetzung für die bakterielle Entwicklung. Besonders gefährlich sind Lebensmittel, die Zucker und Stärke kombinieren, wie Chips oder Cornflakes.

Gut zu den Zähnen: Zuckerersatzstoffe

Wer Süßes isst, sollte kurz danach die Zähne putzen, damit es nicht zur Säurebildung kommen kann. Alternativ kann ein Zahnpflegekaugummi einem sauren Milieu entgegenwirken, das sich nach der Zuckereinnahme bildet. Als Alternative zu Zucker gibt es Süßstoffe wie Stevia oder Xylit, die sich sogar positiv auf die Zahngesundheit auswirken.

Welche Lebensmittel schützen die Zähne?

Man muss den Zähnen nicht nur Süßes und Saures geben. Viele Lebensmittel schützen die Zähne und unterstützen sie in ihrem Regenerationsprozess. Dazu gehören kalziumreiche Milchprodukte wie Käse, Quark oder Naturjoghurt. Zahngesundheit hat aber nicht nur damit zu tun, was man isst, sondern auch, wie man isst. Die Fast Food-Kultur hat mit sich gebracht, dass nicht mehr genügend gekaut wird. Richtiges, längeres Kauen regt aber den Speichelfluss an, der Säuren neutralisiert und die Zähne reinigt. Ebenfalls gut gegen Karies sind Lebensmittel mit Fluoridanteil:

  • Eier
  • Butter
  • Käse
  • Erdnüsse
  • Walnüsse
  • Meeresfisch
  • Ölsardinen
  • Spinat
  • schwarzer Tee
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Fluorid beeinträchtigt die Bakterien bei ihrer Vermehrung und hemmt so die Plaque-Bildung.

Grundlegende Standards für die Mundhygiene sind darüber hinaus:

 

  • Regelmäßiges Zähneputzen zweimal täglich, nach dem Frühstücken und vor dem Zubettgehen. Danach nichts mehr essen bzw. keine Süß- oder Fruchtgetränke trinken, am besten nur Wasser.
  • Reinigung der Zahnzwischenräume.
  • Regelmäßige Zahnreinigung (Prophylaxe) beim Zahnarzt durchführen lassen.
  • Flouridhaltige Zahnpasta verwenden, die für eine Remineralisierung der Zähne sorgt und antibakteriell wirkt.

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