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Kleine Fische, die an unseren Füßen knabbern…? Die Vorstellung finden viele Menschen zunächst recht seltsam. Wenn Sie die Fischpediküre ausprobieren werden Sie merken: Die Methode ist eigentlich eine recht angenehme Wellness-Behandlung.

Wenn Sie in den letzten Jahren auf Mallorca, in Griechenland oder Thailand Urlaub gemacht haben, haben Sie sicherlich schon die sogenannten Fisch-Spas gesehen. In vielen Ferienregionen gibt es sie mittlerweile an jeder Ecke; es reiht sich Becken an Becken. Touristen gönnen sich hier eine Verschnaufpause vom Sightseeing und halten ihre strapazierten Füße ins lauwarme Wasser. Aber nicht nur das. In den Becken leben Kangal-Fische, die sich mit großer Freude auf die Extraportion Futter stürzen, denn sie lieben menschliche Hautschuppen. Darum kommen die kleinen Beckenbewohner sofort angeschwommen und knabbern unermüdlich die Hornhaut von den Füßen.

 Video: Fischpediküre

Fischpediküre: Eine kitzelige Angelegenheit

Das erinnert vielleicht an ungemütliche Pyranas; eine Fischpediküre ist jedoch vollkommen harmlos und schmerzfrei. Die meisten Menschen empfinden das Gefühl sogar als angenehm und entspannend. Bei der Fischpediküre spüren Sie lediglich ein leichtes Kitzeln und Kribbeln an den Füßen, woran Sie sich aber schnell gewöhnen. Ihre Haut wird dadurch wie bei einem Peeling von Hautschuppen befreit und fühlt sich danach schön weich an.

Der Trend kommt aus dem Osten der Türkei, nämlich der Region Kangal. Hier leben die Minifische, die bei uns auch als rötliche Saugbarbe bekannt sind, in sehr kargen Gewässern. Darum schwimmen sie ohne Scheu auch auf Menschen zu, um sich einen kleinen Extra-Snack abzuholen. Die Hautbehandlung mit den braunen Fischlein ist in der Türkei schon seit Jahren ein beliebter Brauch. Schnell fiel auf, dass damit positive Effekte für die Haut erzielt werden.

Achten Sie auf die Hygiene

Ein Risiko besteht jedoch, wenn die Anbieter nicht auf die Hygiene achten. Das Kosmetik-Studio muss die Wasserbecken regelmäßig reinigen. Nach jedem Kunden sollte das Wasser mit einer UV-Behandlung von Keimen befreit werden. Üblich ist auch, dass die Füße von der Kosmetikerin gereinigt werden, bevor das Becken zum Einsatz kommt.

Das Personal sollte außerdem dafür Sorge tragen, dass Kunden, die Ausschläge oder Verletzungen an den Füßen haben, die Becken nicht benutzen, um eine Ansteckung zu vermeiden. Sofern die Betreiber die Hygieneregelungen einhalten, ist die Gefahr einer Infektion gering.

Info-Tipp:

Eine Fischpediküre dauert im Durchschnitt 15 bis 20 Minuten. In Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern kostet sie rund 20 Euro. In Ferienregionen wird die Behandlung oftmals etwas günstiger angeboten.

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