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Das Leben in der Massengesellschaft führt zu Qualitätsproblemen bei der Ernährung. Die Ursache ist eine industrialisierte Produktion der Lebensmittel, wodurch mehr Schadstoffe ins Essen gelangen. Etwa giftige Pestizide: Insektizide töten Insekten, Herbizide Unkraut und Fungizide verhindern Pilzbefall. Auch Wachstumsregulatoren oder Antibiotika in der Viehmast führen in der konventionellen Landwirtschaft zu Rückständen in den Lebensmitteln. Diese können die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Typische Problemkreise dabei sind:

– Die Monokulturen beim Obst- und Gemüseanbau unter Einsatz von Pestiziden.
– Die Überdüngung, die den Nitratgehalt des deutschen Trinkwassers die EU-Richtlinien übersteigen lässt.
– Die Massentierhaltung, die die Gabe von Antibiotika und Wachstumsbeschleunigern bedingen, die im Fleisch Rückstände bilden.
– Die Industrialisierung, durch die giftige Stoffe wie Schwermetalle in den Boden gelangen.

Bio-Lebensmittel: Hickhack um den Ernährungstrend

Als Reaktion darauf boomen seit langem Bio-Lebensmittel. Aber ist eine biobasierte Ernährung wirklich gesünder?

Natürlich widersprechen Studien, die von der Industrie in Auftrag gegeben wurden, denen der Bio-Befürworter. So kam die viel diskutierte „Stanford-Studie“ 2012 zu dem Ergebnis, dass eine herkömmliche Ernährung kein vermindertes Gesundheitsrisiko nach sich zöge. Gentechnisch verändertes Saatgut blieb darin unberücksichtigt. Es gibt aber Indizien, die eine klare Sprache sprechen.

Alles bio?

Pestizidrückstände als Gesundheitskriterium

Die Studie hat nämlich zutage gefördert, dass sich im Urin von Kindern, die sich mit Bio-Lebensmitteln ernähren, weniger Pestizidrückstände befinden. Die Grenzwerte für Pestizide und andere gesundheitsbedenkliche Stoffe wurden im Laufe der Jahre in Deutschland vom Gesetzgeber immer weiter nach oben geschraubt. Dies, weil der Anteil an Rückständen in den Lebensmitteln gestiegen ist. Das ist ein Indiz dafür, dass sich die Qualität der herkömmlichen Lebensmittel verschlechtert hat. Besonders bedenklich ist, dass sich verschiedene Pestizide gegenseitig verstärken können und sich so der Grad der Gesundheitsschädlichkeit erhöht. Pestizidcocktails stellen ohnehin eine Mehrfachbelastung dar, dem die festgelegten Einzelgrenzwerte nicht Rechnung tragen. Außerdem stehen sie im Verdacht, bei Langzeitaufnahme Verursacher von Krebs zu sein. Dem gegenüber sind die Pestizidrückstände in Bio-Nahrungsmitteln um das fast Zweihundertfache geringer.

Bio-Produkte: Gesünder und krankheitshemmend

Andere positive Eigenschaften finden sich zum Beispiel in Bio-Milchprodukten. Sie verfügen über einen höheren Proteingehalt und ein besseres Verhältnis zwischen den beiden mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Deren Gleichgewicht wirkt entzündungshemmend. Ähnlich verhält es sich bei der pflanzlichen Ernährung: Bio-Tomaten zum Beispiel enthalten mehr Flavonoide. Diese sogenannten sekundären Pflanzenstoffe stärken die Körperabwehr. Bio-Obst oder -Gemüse enthält durchschnittlich mehr Phosphor und Vitamin C und weniger Schwermetalle und Nitrat. Das nämlich kann im menschlichen Körper zu Nitrit umgewandelt werden, das den Sauerstofftransport im Blutkreislauf hemmt. Bei Kleinkindern und Säuglingen kann sich das lebensbedrohlich auswirken. Auch begünstigt Nitrit das Entstehen von Krebserkrankungen.

Welches sind die wichtigsten Bio-Siegel?

Die Bio-Qualität wird in Deutschland von verschiedenen Organisationen überwacht und mit ihrem Gütesiegel gekennzeichnet. Es gibt eine nur schwer überschaubare Anzahl an Bio-Siegeln mit differierenden Qualitätsstandards. Die fünf geläufigsten sind:

Das Deutsche Bio-Siegel und das EU-Bio-Siegel:
Sie stellen die oft kritisierte Mindestanforderung dar. Hierbei müssen 95 Prozent der eingesetzten Landwirtschaftsprodukte aus dem Öko-Anbau stammen. Jede Packung ist codiert und damit nachverfolgbar. Antibiotika dürfen beim deutschen Bio-Siegel nur sehr dosiert eingesetzt werden. Die drei nachfolgenden Bio-Standards sind erheblich strenger. So verbieten sie zahlreiche Inhaltsstoffe wie künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Farbstoffe und geben den Nutztieren artgerechten Auslauf. Zudem müssen alle verwendeten Zutaten zu 100 Prozent aus ökologischer Herstellung stammen.

Alles bio?

Demeter:
Demeter-Kriterien und Produktionsweisen gelten als die strengsten. Die angebauten Produkte sind in Deutschland seit 1928 die Referenz für möglichst unbelastete Lebensmittel.

Bioland:
Der wohl größte Bio-Anbauverband in Deutschland achtet darauf, die Kreisläufe für die Erzeugung von Nahrungsmittel möglichst betriebsintern zu halten. So sollen die Futtermittel für das Vieh größtenteils aus eigener Produktion stammen. Tiere, die erkranken, werden naturheilkundlich behandelt.

Naturland:
Hier wird jeder einzelne Schritt von der Erzeugung bis zum Weg zum Verbraucher streng definiert.

Zusammenfassung: Vorteile der Bio-Ernährung

  • Keine Verwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Kein gentechnisch verändertes Saatgut
  • Keine Nutztierfütterung mit gentechnisch veränderten Pflanzen
  • Artgerechte Tierhaltung
  • Schonung der Böden
  • Klimaschutz, da weniger Kohlendioxid freigesetzt wird.
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