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Kleines Wort, große Wirkung. Zink ist für unseren Körper unentbehrlich. Gerade unser Immunsystem braucht das Spurenelement, um Grippeviren in Schach zu halten. Zink ist ein Mineralstoff, so wie Kalzium oder Magnesium. Es gehört zu den lebensnotwendigen Spurenelementen. Das bedeutet, dass unser Körper es nicht selber herstellen kann, sondern darauf angewiesen ist, dass wir den Mineralstoff zuführen. Überlebensnotwendig ist Zink deshalb, weil es für eine Vielzahl an Funktionen im Körper benötigt wird. Insgesamt 300 Enzyme brauchen Zink, um richtig arbeiten zu können. Ohne Zink können wir beispielsweise Kohlenhydrate und Fette nicht abbauen. Generell spielt Zink im Stoffwechsel eine große Rolle. Das bedeutet, dass es auch für die Wundheilung, Haut und Haare wichtig ist.

Zu viel Zink schadet dem Körper

Leider herrscht etwas Uneinigkeit darüber, wie viel Zink wir täglich benötigen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass Frauen etwa sieben, Männer rund zehn Milligramm zu sich nehmen sollten. Andere Quellen, unter anderem die Weltgesundheitsorganisation (WHO), raten zu etwa 15 Milligramm pro Tag bei Männern und 12 Milligramm für Frauen. Zu viel ist allerdings auch nicht gut, denn bei mehr als 200 Milligramm können Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder auch Durchfall auftreten. Bei einer Zufuhr von 2 Gramm können sogar Vergiftungserscheinungen auftreten.

Zinklieferant

Gute Quellen für Zink

Allerdings besteht im Alltag eigentlich keine Gefahr, dass man zu viel Zink zu sich nimmt. Das passiert nur durch die falsche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Mit normalen Lebensmitteln ist eine Überdosis so gut wie unmöglich. Eher das Gegenteil ist der Fall, nämlich eine Unterversorgung mit dem wichtigen Spurenelement. Besonders Vegetarier und Veganer sollten ihre Zinkwerte im Auge behalten, denn die wichtigsten Zinkquellen sind tierische Lebensmittel. Einen sehr hohen Zinkgehalt haben allgemein Kalbfleisch und Leber vom Kalb, Schwein oder Rind. Aber auch Hühnerleber enthält viel Zink. Spitzenreiter sind Austern, die bei den meisten Menschen allerdings höchst selten auf dem Speiseplan stehen. Vegetarische Alternativen mit einem hohen Zinkgehalt sind:

  • Roggen- & Weizenkeimlinge
  • Cashewkerne & Paranüsse (allgemein Nüsse)
  • Weizenkleie & Haferflocken
  • Hülsenfrüchte
  • Pilze & Hefe

Eine gute Quelle für Zink ist außerdem grüner Tee. Allerdings kann der menschliche Körper Zink aus tierischen Nahrungsmitteln besser verarbeiten als aus pflanzlichen.

Zeichen für einen Zinkmangel

Liegt ein Zinkmangel vor, verlangsamt sich der Stoffwechsel und das Immunsystem wird geschwächt. Die Symptome sind vielfältig und reichen von allgemeiner Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Antriebsschwäche über blasse Haut und Haarausfall bis hin zu Wachstumsstörungen bei Teenagern. Auch eine Anfälligkeit für grippale Infekte und Erkältungen kann ein Hinweis auf einen Zinkmangel sein. Als Faustregel gilt: Drei bis vier Erkältungen pro Jahr sind normal, denn jede Erkältung stärkt im Nachhinein das Immunsystem. Mehr als fünf Infektionen pro Jahr lassen eine allgemeine Abwehrschwäche vermuten.

Zink erleichtert die Erkältung

Zink wird besonders in der Erkältungszeit als Wundermittel gegen lästige Infekte gehandelt. Laborversuche haben bestätigt, dass Zink die Verbreitung einiger Erkältungsviren stoppt. Ob das Spurenelement uns tatsächlich vor der Erkältungswelle schützen kann, ist allerdings nicht bewiesen. Der Verlauf einer Erkrankung verläuft bei einer guten Zinkversorgung des Körpers jedoch leichter und kürzer.

Tipp:

Bevor Sie eigenmächtig zu Nahrungsergänzungsmitteln mit Zink greifen, lassen Sie Ihren Zinkgehalt im Blut überprüfen. Denn es kann ein Gewöhnungseffekt entstehen, sodass der Körper verlernt, die Zinkaufnahme später wieder alleine zu regeln. Ein Zinkmangel liegt bei den wenigsten Deutschen vor.

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