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Hanf gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Bekannt ist die Pflanze für die berauschende Wirkung ihrer getrockneten Blätter und Blüten(-stände). Zunehmend bevölkern Hanfprodukte nun auch die Regale in Reformhäusern und Bio-Läden, allerdings nicht als Rauschmittel, sondern als simples Lebensmittel.

Hanf statt Nüsschen

Begehrt sind vor allem die Samen. Die graugrünen Hanfsamen sind mit drei bis vier Millimetern recht unscheinbar. Es gibt sie roh oder geröstet, mit oder ohne Schale. Geschmacklich sind sie von Nüssen nicht sehr weit entfernt und werden auch ganz ähnlich verwendet: Man streut sie über den Salat oder die Suppe, mischt sie unter das Müsli oder in den Nachtisch oder verwendet gemahlene Hanfsamen als Mehlalternative.

Neben den Samen stehen Hanföl und Hanf-Tee hoch im Kurs der ernährungsbewussten Käufer. Dem Hanf eilt nämlich ein guter Ruf voraus: Hanfprodukte sollen den Cholesterinspiegel senken und Krebs vorbeugen. Außerdem haben sie einen hohen Proteingehalt, der den Muskelaufbau unterstützt und bei der Gewichtsreduktion hilft. Hanf soll das Immunsystem stärken und Bluthochdruck in Schach halten. Nur – bewiesen ist davon bislang nichts, denn Studien zur Wirksamkeit stehen aus.

Hanf liefert viele Nährstoffe

Trotzdem ist Hanf ein hochwertiges Lebensmittel: Es liefert in der Tat viel Eiweiß, was speziell für Veganer und Vegetarier vorteilhaft ist. Denn das Hanfprotein ist nicht nur leicht verdaubar, sondern gilt als vollwertiger Ersatz für tierisches Eiweiß. Hanfsamen enthalten alle essentiellen Aminosäuren und dazu hochwertige Fettsäuren wie Omega-6 und Omega-3. Dazu ist Hanf reich an Vitamin E, B1, B2 und B6. Wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Phosphor, Magnesium und Calcium nicht zu vergessen.

Diese gute Bilanz weisen jedoch viele andere Lebensmittel ebenfalls auf. Wer beispielsweise mit Distel-, Walnuss oder Leinöl kocht, kommt deutlich günstiger weg als mit dem angesagten Hanföl, erhält aber ein ähnlich gutes Verhältnis an wertvollen Inhaltsstoffen. Darum ist es Herstellern nicht erlaubt, eine Aussage über eine etwaige positive Gesundheitswirkung ihrer Hanfprodukte zu machen. Es dürfen lediglich bestimmte Nährwerte hervorgehoben werden, wie beispielsweise ein hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren.

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THC in Lebensmitteln aus Hanf

Hanf ist trotzdem en vogue: So findet man beispielsweise Müsliriegel, Grillwürste oder Senf mit Hanf. Sogar vor Bier und Limonade macht der Trend nicht halt. Eine berauschende Wirkung wie bei einem Joint ist dabei nicht zu erwarten. Hanfsamen enthalten natürlicherweise kein Tetrahydrocannabinol – besser bekannt als THC. Hanfpflanzen produzieren das THC, welches die Psyche beeinflussend, in den Blüten, Blättern oder den Blütenständen.

Die für die Lebensmittelherstellung angebauten Faserhanfsorten haben zudem grundsätzlich einen viel geringeren THC-Gehalt als die Hanfpflanzen, aus denen Drogen gewonnen werden: Gemäß EU-Vorgaben darf in Europa nur Hanf angebaut werden, der weniger als 0,2 Prozent THC enthält.

Sind Hanf-Lebensmittel problematisch?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist jedoch daraufhin, dass es möglich ist, dass THC-freie Pflanzenteile während der Weiterverarbeitung mit Blüten oder Blättern in Kontakt kommen können. Daher kann THC in geringen, aber messbaren Mengen auch in kommerziell hergestellten Lebensmitteln enthalten sein. Auch bei Hanftee und ähnlichen Produkten kann man davon ausgehen, dass eine geringe Menge THC enthalten ist. Laut Verbraucherzentrale ist es daher nicht auszuschließen, dass bei Kindern, Schwangeren und Vielverzehrern gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Deshalb sollten Kinder und Schwangere keine Hanfprodukte verzehren.

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