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Hoch verarbeitete Lebensmittel wirken ungesund. Oft ist die Rede von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Gelenkdeformationen, die durch falsche Ernährung beeinflusst sind. Clean Eating steht für den Anspruch, etwas selbst zu machen und dadurch Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker zu vermeiden. Clean Eating vermeidet auch künstliche Zusätze, Zucker oder industriell produziertes und seiner Nährstoffe beraubtes Auszugsmehl. Dabei steht das „Clean“ im Namen für Reinheit und Natürlichkeit der Lebensmittel.

Die Haupt-Prinzipien des Clean Eating

Clean Eating ist ein Ess-Purismus, der alles weglässt, was von der ursprünglichen Einfachheit des Lebensmittels wegführt. Dazu zählen möglichst wenig Verarbeitungsschritte. Ganz oben auf der Clean-Eating-Agenda stehen:

  • Frische
  • Einfachheit
  • Ursprünglichkeit
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Getreu dem Motto „Leg den Erdbeer-Joghurt weg und iss anstatt dessen frische Erdbeeren in der Saison!“ Wenn dem eigentlichen Lebensmittel nichts hinzugefügt wurde und wenn es nicht weiter verarbeitet wurde, wird sein Nährwert auch nicht vermindert. Alle Vitamine und Vitalstoffe bleiben erhalten.

Kritik am Auszugsmehl

Die moderne Ernährung hat vielen alltäglichen Lebensmittelbestandteilen ihre Natürlichkeit und damit ihre Nähr- und Zusatzstoffe entzogen. Dazu gehört der Raffinade-Zucker in seiner reinen Form oder das Getreide. Ein anschauliches Beispiel ist das gebräuchliche Weizenmehl Type 405, auch genannt Weißmehl bzw. Auszugsmehl. Es verwertet vom Korn nur einen bestimmten Teil mit dem Vorteil sehr guter Backeigenschaften, konstantem Geschmack und besserer Haltbarkeit. Der Nährwert des Mehls ausgehend vom Korn sinkt aber während des Verarbeitungsprozesses beständig.

Korn besteht ursprünglich aus den drei Bestandteilen Schale, Mehlkörper und Keim. Bei der industriellen Verarbeitung bleibt nur der Mehlkörper erhalten, obwohl in den beiden anderen Bestandteilen der Hauptanteil der Nährstoffe steckt. So werden beispielsweise Eisen, Magnesium und Chrom erheblich reduziert oder fallen fast ganz weg, und auch der Proteinanteil fällt um ein Drittel niedriger aus. Deshalb gelangen die Kohlenhydrate des Weizenmehl Type 405 schneller in Form von Zucker in den Kreislauf und heben dadurch den Blutzuckerspiegel an. Ohne den Wegfall von Chrom wäre das nicht der Fall gewesen!

Kritik am Auszugsmehl

Cleane und nicht cleane Lebensmittel

An diesem Beispiel sieht man, wie bei hoch verarbeiteten Lebensmitteln ihr Gehalt verringert wird. Genau hier setzt Clean Eating an. Getreide ist erlaubt aber in der Vollkornversion – nicht in Form von Weißmehl. Auch natürliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Milchprodukte oder Fleisch stehen auf der Speisekarte. Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Aromen, Süßstoffe oder Säuerungsmittel, Transfette und alle synthetischen Zusatzstoffe hingegen müssen draußen bleiben. Essenziell für den Clean-Eater sind regelmäßige Essen inkl. Frühstück, verteilt auf bis zu sechs kleine Mahlzeiten täglich. Dabei soll jede Mahlzeit Eiweiß mit komplexen Kohlenhydraten kombinieren, wie das beispielsweise bei Fisch mit Vollkornreis der Fall ist. Zum Speiseplan gehört auch viel Wasser – zwei bis drei Liter täglich. Dafür sollte man vom Alkohol die Finger lassen.

Gesundes Frühstück

Unser Tipp:
Milchprodukte oder Soja lassen sich gut mit Vollkornprodukten kombinieren, die komplexe Kohlenhydrate beisteuern. Die Kombination aus beidem regelt den Stoffwechsel optimal und wirkt dem Hungergefühl entgegen.

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