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Wenn im Supermarkt von Milch die Rede ist, geht es eigentlich immer um Kuhmilch. Das Wort ist nämlich in der EU geschützt. Milchersatzgetränke werden normalerweise mit dem Zusatz „Drink“ versehen. Diese Getränke sind längst nicht nur für Menschen, die von einer Milchzuckerunverträglichkeit betroffen sind. Die meisten haben einen ganz eigenen Geschmack und bringen etwas Abwechslung in Alltagsgetränke.

Info:

Bei einer Milchzuckerunverträglichkeit (auch Laktoseintoleranz) kann der mit Milchprodukten aufgenommene Milchzucker nicht verdaut werden. Grund ist das Fehlen des dafür notwendigen Enzyms Laktase. Betroffene klagen nach dem Verzehr laktosehaltiger Produkte über Beschwerden wie Magenschmerzen oder Blähungen.

Milch-Drinks sind nichts Neues

Milch-Drinks gibt es viele verschiedene und neu sind sie eigentlich auch nicht. Schon im Altertum tranken die Hirtenvölker beispielsweise Schafmilch. Auch an der Nordseeküste produzierte man bereits vor 300 Jahren Schafmilch. Heutzutage werden Milchschafe eher von Hobbyschäfern gehalten. Dabei hat Schafmilch einen sehr samtigen Geschmack, der an Mandel erinnert, und stärkt das Immunsystem. Allerdings ist sie bei einer Laktoseintoleranz meistens nicht geeignet, weil sie ähnlich zusammengesetzt ist wie Kuhmilch.

Kuhmilchallergiker greifen besser zu Ziegenmilch. Zwar ist der leicht strenge Geschmack für manche gewöhnungsbedürftig, die Proteine der Ziegenmilch sind dafür leicht verdaulich. Bei Nierenerkrankungen oder Magen- und Darmproblemen soll Ziegenmilch sich positiv auswirken.

Milch-Getränke aus Getreide

Wer ohne Milch kochen und backen möchte, ersetzt sie am besten mit Getreide-Drinks. Dazu zählen

  • Hafer-,
  • Reis- oder
  • Dinkelgetränke.

Sie werden in der Regel aus fermentiertem, also gegorenem Getreide hergestellt und sind im Geschmack neutraler. Reis-Drinks werden – wie der Name schon vermuten lässt – aus Reis gewonnen. Sie enthalten nur wenig Eiweiß, kaum Fett, keine Laktose und kein Gluten. Der Geschmack von Reis-Drinks ist auch ohne Zusätze leicht süßlich, sodass sie gut pur getrunken oder für Desserts verwendet werden kann.

Unter den Milchersatzgetränken ist gerade der Soja-Drink salonfähig geworden. Selbst in schicken Cafés bekommt man Latte Macchiato mit dem leicht nussig schmeckenden Milchersatz. Auch bei Veganern sind Soja-Getränke beliebt, weil sie der Kuhmilch sehr ähneln und vielseitig einsetzbar sind.

Sojamilch - Alternative zur Kuhmilch

Fazit:

Milchersatzgetränke sind längst nicht mehr ein notwendiges Übel für Menschen mit einer Laktoseintoleranz. Sie sind Teil vieler Ernährungskonzepte, zum Beispiel einer veganen Ernährung. Außerdem bereichern sie den Speiseplan. Wobei ein Soy-Caramel-Cappucino mancherorts auch einfach nur „hip“ ist. 😉

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