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Kaum ein Obst ist in Deutschland so beliebt, wie der Apfel. Der unverarbeitete Apfel schmeckt nicht nur, ihm haftet der Nimbus des Gesunden an. Wir wollen überprüfen, ob das stimmt.

Die gängigen Apfelsorten?

Zunächst: Während es kaum Varianten etwa bei Bananen gibt und nur wenige zum Beispiel bei Birnen oder Pfirsichen, kommt der Apfel relativ variantenreich in den Handel. Allerdings stehen die Namen der drei Sorten „Golden Delicious“, „Jonagold“ und „Red Delicious“ für alleine 70 Prozent des Gesamtmarktes. Andere Sorten wie „Gala“, „Granny Smith“, „Elstar“, „Cox Orange“ und „Boskoop“ teilen sich den Großteil des Restmarktes. Darüber hinaus gibt es die sogenannten „Clubsorten“, die exklusiv und lizenziert vertrieben werden, zum Beispiel unter den Markennamen „Pink Lady“ oder „Kiku“.

Gibt es wenige oder viele Apfelsorten?

Ursprünglich gab es bis zu 20.000 Apfelsorten. In Deutschland werden noch ca. 1.500 Sorten angebaut. Die meisten alten Apfelsorten werden privat angebaut oder von Vereinen zur Sortenerhaltung. Das meiste davon kommt aber nicht in den Handel. Immerhin gibt es aber noch etwa vierzig Sorten, die im Gartenhandel zu erwerben sind.

Apfel-Stücke

Kulturapfel und Tafelapfel

Der für uns genießbare Apfel wird als „Kulturapfel“ kategorisiert. Jener, der in den Handel kommt und bestimmte geschmackliche Eigenschaften sowie Lager- und Haltbarkeitseigenschaften und ein bestimmtes normiertes Aussehen hat, wird als „Tafelapfel“ bezeichnet. Er ist ohne weitere Verarbeitung oder Zubereitung essbar.

Hoher Wasseranteil und Apfelsaftproduktion

Der Apfel ist ein ganz besonderes „Früchtchen: Durch seinen hohen Wasseranteil von bis zu 85% eignet er sich hervorragend zur Saftproduktion. So ist es kein Wunder, dass der Apfelsaft in Deutschland die Beliebtheitsskala der Säfte anführt. Etwa eine Milliarde Liter werden hier jährlich getrunken. Doch ist der Apfel in Form von Saft oder im Kuchen bereits verarbeitet, zu stark mit Industriezucker angereichert und durch die Verarbeitung zum Teil seiner Vitalstoffe beraubt.

Vitamine und Mineralstoffe: Was ist im Apfel drin?

Äpfel gelten als gesund. Warum ist das so? Der Apfel enthält mehr als 30 Vitamine und Spurenelemente, zudem sekundäre Pflanzenstoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe sind zum Beispiel antioxidative Gerbstoffe oder Farbstoffe, die Krankheiten vorbeugen. Neben einem hohen Flüssigkeitsanteil und einem Zuckeranteil von bis zu 13% enthält ein Apfel zudem die wichtigen Vitamine B1, B2, B6, C und E sowie das Provitamin A. Außerdem Natrium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Kalzium, Eisen und Folsäure. Das meiste davon befindet sich allerdings in Schale und Kernen.

Äpfel helfen abzunehmen und sättigen

Obwohl der Apfel einen Zuckeranteil in sich birgt, kann er beim Abnehmen helfen bzw. bei regelmäßigem Verzehr mithelfen, Übergewicht zu vermeiden. Die Ursache dafür ist der Ballaststoff Pektin. Dieser hält den Blutzuckerspiegel auf einem gleichbleibenden Niveau, wodurch das Hungergefühl erst verzögert auftritt. Im Umkehrschluss heißt dies, dass Äpfel gut sättigen. Aber nicht nur das, Äpfel haben nur etwa 60 Kilokalorien.

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Minimierung von Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

Außerdem minimiert schon ein Apfel am Tag das Schlaganfallrisiko um fast 10 Prozent. Auch die LDL-Cholesterinwerte verbessern sich um fast ein Viertel. Allerdings müssen hierbei für einen nachhaltigen Erfolg mehrere Äpfel täglich gegessen werden. Wobei der LDL-Cholesterinwert und das Schlaganfallrisiko zusammenhängen. Denn LDL (=Low Density Lipoprotein) meint jene Bestandteile im Blut, die das Cholesterin zu den Körperzellen transportieren und eine Gefäßverkalkung begünstigen können. Diese sogenannte Arteriosklerose kann nicht nur einen Schlaganfall nach sich ziehen, sondern auch Herzkrankheiten wie einen Herzinfarkt oder Angina Pectoris (=Brust- oder Herzenge) verursachen.

Fazit: Äpfel sind gesünder als man denkt

Das „Allerweltsobst Apfel“ ist – was seinen Nähr- und Vitalstoffgehalt anbelangt – erstaunlich vielseitig. Allerdings sind Äpfel kein Allheilmittel. Wer seinen Fleisch- und Fastfoodkonsum reduziert und generell durch Obst und Gemüse ausgleicht, isst automatisch gesünder. Das gilt allgemein gesagt – und auch für Äpfel.

  • Integriert man unverarbeitete Äpfel als festen Bestandteil in die Ernährung, kann man gesundheitlich profitieren.
  • Dabei sind Äpfel nicht teuer und durch relative Sortenvarianten auch abwechslungsreich.
  • Der Apfel sollte gut abgewaschen aber nicht geschält werden. Etwa 70% der im Apfel enthaltenen Vitamine befinden sich nämlich in der Schale – alleine zwischen 5-35 Milligramm an Vitamin C.
  • Auch die Apfelkerne, die Jod enthalten, sollten mit verzehrt werden.
  • Äpfel sollten wie anderes Obst auch am besten in Bioqualität gekauft werden. Die Qualität der gängigen Handelssorten ist gesunken, nicht nur durch den Einsatz von Pestiziden. In Bioläden bekommt man u.U. ein erweitertes Angebot an alten Apfelsorten.
  • Apfelsorten wie „Wellant“ (basierend auf der Sorte „Elise“) oder „Santana“ (einer Kreuzung der Sorten „Elstar“ und „Priscilla“) haben ein geringes Allergiepotenzial. Wer auf Äpfel allergisch reagiert, sollte auch darauf achten, dass die Äpfel möglichst frisch und nicht gelagert sind. Außerdem würde ein Erhitzen der Frucht z.B. zu Apfelkompott die Allergene teilweise zerstören.

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