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Es gibt Menschen, die sind wahre Stehaufmännchen. Egal, welches Schicksal sie ereilt, wie viel Pech sie auch haben, sie schaffen es immer wieder, nach kürzester Zeit guter Dinge zu sein und ihren Alltag weiterzuführen. Solche Menschen verfügen über eine hohe Resilienz. Gemeint ist damit psychische Widerstandskraft, also die Fähigkeit, auch sehr schwierige Situation so zu meistern, dass man keine anhaltenden Schäden davon trägt.

Wenn Probleme einfach abprallen

Die Wortabstammung erklärt es bereits sehr gut: Das lateinische Verb „resilire“ bedeutet übersetzt „abprallen“. Physiker kennen den Begriff der Resilienz ebenfalls. In der Naturwissenschaft beschreibt Resilienz ein elastisches Material, das selbst wenn es stark deformiert wurde, wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückkehrt, zum Beispiel ein Schwamm.

Menschen mit einer hohen Resilienz gelten als ausgeglichene, fröhliche und kreative Zeitgenossen. Oft sind es starke Persönlichkeiten, die recht anpassungsfähig sind und über ein großes soziales Netzwerk verfügen. Wissenschaftler vermuten, dass Menschen mit einer hohen Resilienz selbst unter Stress bestimmte Gehirnregionen aktivieren können, die ihnen dabei helfen, ihre Emotionen zu regulieren und lösungsorientiert zu bleiben.

Resilienz lässt sich trainieren

Manchen ist die Resilienz scheinbar in die Wiege gelegt, anderen wiederum fällt es schwer, mit negativen Veränderungen oder Erlebnissen umzugehen. Sie zerbrechen mitunter daran. Die gute Nachricht: Resilienz ist veränderbar und erlernbar, und das selbst im Erwachsenenalter.

Forscher kennen die psychischen Faktoren, die helfen, Krisen und Alltagsstress zu bewältigen. Dazu gehören beispielsweise Optimismus und soziale Unterstützung. Die Emotionsregulation ist ein weiterer, wichtiger Faktor, ebenso die Fähigkeit, störende Reize zu unterdrücken. Eine positive Selbstwahrnehmung und das Vertrauen, dass man die Dinge selbst in die Hand nehmen kann (Selbstwirksamkeit), gehören ebenfalls dazu.

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Aus Fehlern lernen

Um Selbstwirksamkeit zu erlernen, brauchen wir schwierige Zeiten sogar. Denn nur eine erfolgreich gemeisterte Krise vermittelt uns das Erfolgserlebnis, dass wir auch große Aufgaben alleine lösen können. Darum ist es für Kinder so wichtig, dass ihre Eltern ihnen nicht jeden Stein aus dem Weg räumen. Sie können ihre Selbstwirksamkeit nur erfahren, wenn sie auch mit negativen Emotionen und Situationen konfrontiert werden – und diese eigenständig meistern.

Tipps für mehr Resilienz

Eine wichtige Säule sind die eigenen Gedanken: Positives Denken, gepaart mit einer gesunden Portion Optimismus und einer wertschätzenden Selbstwahrnehmung sind bereits ein guter Grundstein für Resilienz. Das Gehirn lässt sich dazu umprogrammieren, es ist lediglich eine Frage der Übung. Eine bewährte Methode ist das Glückstagebuch. Dafür schreiben Sie am Abend drei positive Erlebnisse auf, die sie am Tag hatten. Wem das zu viel Schreiberei ist, der schießt einfach schnell ein Foto, um einen schönen Moment festzuhalten und verschiebt die Fotos des Tages in ein virtuelles Glücksalbum auf dem Smartphone. Es muss sich dabei keineswegs um Weltbewegendes handeln, das große Glück liegt bekanntermaßen in den kleinen Dingen.

Was kann ich bewirken?

Zwei weitere Bausteine sind das Kontrollbewusstsein und die Selbstwirksamkeit. Gemeinsam bieten sie einem resilienten Menschen das Vertrauen, dass er auch in Krisen den Ausgang beeinflussen kann. Darum ist es wichtig, sich an Situationen bewusst zu erinnern, in denen Sie mit ihrem Handeln einen Erfolg bewirkt haben. Gleichzeitig gehört es dazu, sich einzugestehen, dass wir nicht über alles Kontrolle haben. Es macht nur Sinn, für die Aufgaben Verantwortung zu übernehmen, bei denen wir etwas bewirken können.

Online-Training zur Stärkung der Resilienz

Vielen Menschen fallen aktuell die Einschränkungen der Corona-Pandemie sehr schwer. Während die einen Angst vor Ansteckung haben, ist für andere die Belastung in der Familie enorm oder die Enge in der häuslichen Umgebung. Vielleicht fehlt Ihnen ihr Hobby sehr oder der Austausch mit Freunden und Kollegen. All das löst Stress aus, und das hat auf Dauer Folgen für die psychische Gesundheit: Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen, Bluthochdruck und einiges mehr.

Mit dem Online-Angebot AUFKURSBLEIBEN kompakt hat die Uni Mainz ein Online-Training zur Stärkung der Stressresilienz ins Internet gestellt. Die vier kurzen Einheiten geben nützliche Impulse, um die Stresswahrnehmung zu fördern, Selbstfürsorge zu erlernen, den Schlaf zu verbessern und eine optimistische Denkweise aufzubauen. Das Training ist kostenlos.

Unser Tipp:

Wenn Sie mehr Informationen über das Phänomen Resilienz erfahren möchten, können Sie hier ein Interview mit der Biochemikerin Dr. Christina Berndt nachlesen.

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