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Die Wohlstandsgesellschaft, in der wir alle leben, produziert materiellen Überfluss, der das Leben sicherer macht. Dadurch sollte es eigentlich auch entspannter sein – aber ist das der Fall? Mitunter erscheinen die Voraussetzungen dafür, ein materiell abgesichertes Leben führen zu können, fast als zu hoher Preis. Es geht um eine erhöhte Beanspruchung oder eine Arbeits- und Lebensweise, die den eigentlichen persönlichen Bedürfnissen nicht gerecht wird. Wer nimmt schon Rücksicht auf Körper und Geist und denkt bewusst darüber nach, wie sich die eigene Lebensführung langfristig darauf auswirkt? Wer macht sich Gedanken darüber, dass hohe berufliche Anforderungen Lebensgewohnheiten verändern können – was langfristig zu innerer Ermüdung führen kann?

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Prioritäten für seelisches und körperliches Wohlbefinden

Wir vergessen unsere Prioritäten und damit, was für unser physisches und psychisches Wohlbefinden wichtig ist. So belasten uns die Anforderungen und Verpflichtungen in Beruf und Privatleben zunehmend. Aber nicht nur das: wer Ziele hat, macht sich Sorgen darum, diese Ziele auch zu erreichen. Der einmal erreichte Wohlstand sollte zu innerer Zufriedenheit führen. Aber das Gegenteil kann der Fall sein. Denn die Sorge darum, den Lebensstandard halten zu können, erzeugt lebensbegleitenden Stress, der auf die Dauer in Überforderung auf mehreren Ebenen münden kann.

Vom Workaholic-Leben zum Burn-out

Wer zu viel arbeitet, kann zum Workaholic werden, der permanent über seine energetischen Verhältnisse lebt und sich nicht mehr genügend regenerieren kann.

Zwei Beispiele:

  • Zu viel Arbeit bringt nicht nur Erfolgserlebnisse und wirkt damit motivierend, sie führt fast zwangsläufig auch zu mehr Ärger, Sorgen und Stress.
  • Wer zu viel sitzt bzw. sich zu wenig bewegt, vernachlässigt seinen Kreislauf auf natürliche Weise anzuregen. Er greift auf die Dauer lieber zu Kaffee oder koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken, um sich aufzuputschen.

Diese und andere Faktoren rauben uns als Energiefresser die Kraft. Wer aber Energie verliert und den eigenen Ansprüchen hinterher läuft, will dies ausgleichen. Dazu gehören auch stimulierende Auswüchse unserer Lebensweise wie zu viel Alkohol, Essen im Übermaß oder Tablettenkonsum.

Wie Ärger den Körper beeinflusst

Dabei ist die klare Trennlinie zwischen Körper und Geist bzw. der Psyche nicht so einfach zu ziehen. Denn zum Beispiel mündet Ärger in Wut und physiologisch setzt er uns so unter Dauerstress. Die Nieren produzieren dadurch ausgelöst das Hormon Renin, das (im sogenannten Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) zum blutgefäßverengenden Angiotensin umgebaut wird. So steigt der Blutdruck an. Ebenso sind die Herzschlag- und Atemfrequenz erhöht und der Puls beschleunigt sich. Ergebnis dieser Ursache-/Wirkungskette: das Denken wird beeinträchtigt, der Mensch schaltet auf reines Reagieren um. Daran sieht man, wie eine psychische Belastung auf den Körper einwirkt und so zu einem echten Stressfaktor werden kann. Wer sich viel ärgert, hat also auch viel Stress – und wer dauernd Stress hat, hat langfristig gesehen bereits die erste Stufe zum Burn-out erklommen.

Burnout

Lebensgefühl „Burn-out“?

Mit Ärger kann man aber bewusst umgehen und ihn kanalisieren, und auch gegen so unterschiedliche Faktoren wie Sorgen, Bewegungsmangel und zu hohes Körpergewicht kann man etwas tun. All dem ist aber gemein, dass es unser Lebensgefühl beeinträchtigt und zum dauerhaften Stressfaktor wird. Es müssen also auf Fragen wie „Wie viel Stress habe ich?“ oder „Wie sehr belastet mich meine Lebensweise?“ individuelle Antworten gefunden werden. Dabei sollte man die Art der eigenen Lebensführung auch als Reaktion auf die gesellschafts- oder berufsbedingten Anforderungen verstehen.

Welche physiologischen Folgen hat Stress?

Beim Stress geht es nicht vordergründig darum, ihn quantitativ etwas zu reduzieren und damit die Stressdosis zu reduzieren. Es geht vielmehr darum, das aufzulösen, was zum Dauerstress führt und was letztlich in ein Burn-out münden kann. Denn nicht punktueller Stress raubt uns die Energie, sondern ständiger Stress. Von der Symptombekämpfung gelangt man zur Ursachenbekämpfung: Was verursacht anhaltend Belastungen, die in Überforderung münden? Die so ausgemachten Kräftezehrer müssen verändert oder langfristig ersetzt werden.

Stress und Adrenalinausschüttung

Den Zusammenhang zwischen Stressfaktoren und körperlichen Auswirkungen kann man gut an der Funktionsweise des Stresshormons Adrenalin sehen. Bei Stress wird es blitzschnell ausgeschüttet und damit der Muskulatur die maximale Blutversorgung zugewiesen. Dasselbe gilt für Lunge und Bronchien: auch hier wird die Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit der Austauschprozesse erhöht. Selbst die Pupillen weiten sich für ein optimiertes Gesichtsfeld. Der gestresste Mensch nimmt so physiologisch betrachtet eine Angriffs- oder Fluchtstellung ein.

In früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte war dieser Zustand eine Reaktion auf eine konkrete, fassbare Bedrohung. Die Folge waren in diesen Zeiten tatsächlich starke körperliche Aktivitäten wie Kampf oder Weglaufen. Dadurch wurden die durch das Adrenalin erzeugten Energien wieder verbraucht und abgeleitet. Heutzutage jedoch führen soziale Mechanismen und Arbeitsbedingungen dazu, dass der Mensch seinen Stress nicht ausleben kann. Eine Folge davon ist zum Beispiel, dass das Adrenalin langfristig schädlich auf das Adernsystem einwirkt. Denn das Hormon lagert sich an den Gefäßinnenwänden ab und macht die Adern dadurch unelastischer.

Strand in der Abendsonne

Disstress und Eustress

Die Rede war bis hierhin vom negativen Stress, dem sogenannten Disstress, der auf die Dauer zum Burn-out führen kann. Die Kunst besteht darin, den negativen Disstress in den positiven sogenannten Eustress umzuwandeln, der motiviert.

Auslöser des Disstress sind in erster Linie Leistungs- und Zeitdruck. Dem gegenüber wird der Eustress deshalb als positiv empfunden, weil er keine Dauerbelastung ist. Eustress vollzieht sich etappen- oder phasenweise. Wobei man hier die Arbeit mit großer Motivation, Freude oder sogar Begeisterung ausführt, sich die Leistungsanforderungen also relativieren. Zu unterscheiden ist auch, ob Stress von außen kommt oder selbst erzeugt ist.

Auslöser für äußeren Stress sind zum Beispiel:

  • Ständige Unterbrechungen, schlecht organisierte Arbeitsabläufe und doppelte Arbeiten
  • Das hohe Arbeitspensum insgesamt
  • Mangelnde Unterstützung und Konkurrenzkampf anstatt Teamwork
  • Informationsüberflutung
  • Drohungs- und Druckkulisse durch Vorgesetzte oder Mobbing
  • Permanente Erreichbarkeit und dadurch Fragmentierung der Freizeit

Auslöser für inneren Stress sind zum Beispiel:

  • Es allen recht machen wollen
  • Nicht „nein“ sagen können
  • Zu große Erwartungen an die eigene Leistungsfähigkeit
  • Alles selbst machen zu müssen, unzureichendes Zeitmanagement und mangelhafte Delegationsmöglichkeit oder -fähigkeit

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