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Unter den Selbstverständlichkeiten, die das Leben ausmachen, ist das Stehen oder Gehen auf zwei Beinen eine ganz alltägliche Leistung. Das merkt man normalerweise nicht, spätestens beim Slacklinen aber schon. Slacklining, das ist das Laufen und Balancieren auf einem locker bzw. schlaff (= slack) gespannten Seil, der sogenannten Slackline. Das Seil wird dabei zum Beispiel zwischen zwei Bäumen befestigt. Gerade am Anfang ist viel Kraft aufzuwenden, um das Gleichgewicht auf dem leicht schwingenden und nachgebenden Band halten zu können. Slacklining lässt sich aber bequem innerhalb von ein paar Tagen lernen.

 Video: Balance-Akt in luftiger Höhe

Der Balancesport fordert alle Muskelgruppen

Immer mehr Sportarten setzen nicht mehr nur auf simples Krafttraining. Vielmehr bringt manche Sportart den Körper bewusst aus der Balance, um dies danach auszugleichen.

Dafür müssen zahlreiche Muskeln eingesetzt werden, die bei anderen Sportarten nicht aktiviert würden. Slackline ist solch ein Bewegungstraining, das ursprünglich vom Klettern kommt. Denn es wurde ab den 1980er-Jahren im kalifornischen Yosemite-Nationalpark von Freikletterern entwickelt. Die hatten schon lange vorher auf Absperrtauen und -ketten balanciert und Lust an den unkalkulierbaren Schwingungen gefunden.

Balanceakt auf dem locker gespannten Seil

Bei Slackline balanciert man auf einem weicher oder aber härter gespannten relativ breiten Gurt- oder Schlauchband. Der Sport wird entweder „Slacklining“, „Slackline“ oder kurz „Slacken“ genannt. Wer gerne Longboard fährt, klettert oder skifährt kann Slacklinen als Zusatztraining nutzen, um seinen Gleichgewichtssinn zu schulen oder fit zu halten. Vor allem jüngere Teilnehmer werden hier angesprochen, weil viel Geschicklichkeit gefordert ist. Denn sowohl die Skateboarder-Szene als auch die Kletter-Szene sind in Gedanken nicht weit. Im Grunde kann aber jeder mitmachen, der Spaß an dynamischer Geschicklichkeit und Balance findet. Zu den Übungen auf dem locker gespannten Seil gehören neben Stehen und Gehen auch Umdrehen, Rückwärtsgehen, Hinsetzen oder Hinlegen.

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Spannend: Auf der Slackline hoch hinaus

Das Besondere an Slackline ist das durchhängende Seil, das die Sensomotorik fördert. Je länger ein Seil ist, desto mehr schwingt es. Kürzere Slacklines von etwa fünf Metern Länge geben zwar weniger nach, dafür erhöht sich durch die härtere Spannung die Vibration des Seiles und lässt die Beine zittern. Auch an diesen Effekt muss man sich als Neuling gewöhnen. Die mittlere Länge eines Slacklines liegt bei etwa zehn Metern. Je weiter man in die Mitte des Seiles gerät, desto mehr hängt es durch, darf aber den Boden nicht berühren. Herkömmliche Slacklines werden mit bis maximal 200 daN gespannt. Dabei steht die Einheit daN=Dekanewton (= zehn Newton) für die Bruchfestigkeit und Tragfähigkeit von Seilen. 200 daN tragen etwa ein Gewicht von 200 Kilogramm.

Seillängen und Seilbreiten

Das durchhängende Seil passt sich dem Körpergewicht flexibel an. Dadurch muss man ständig Ausgleichsbewegungen vornehmen, um die eigenen Bewegungen aufzufangen. Slackline als Trainingsform wäre aber nichts ohne das Seil oder Band, das es in verschiedensten Ausführungen gibt: in Längen zwischen fünf und hundert Metern und in geläufigen Breiten wie 25mm, 35mm und 50mm. Die Seile unterscheiden sich auch in ihrem Dehnungsverhalten. Der Fuß hat durch mehr Breite des Seiles zunächst zwar mehr Standfläche, andererseits kippt ein breiteres Band schneller zur Seite. Dadurch wird das Gleichgewichthalten für den Ungeübten unkalkulierbarer. Andererseits dehnen sich breitere Bänder weniger und können straffer gespannt werden, wodurch sie weniger durchhängen.

Slackline

Slacklining: Immer wieder anders

Die Grenze für den Einsatz sehr elastischer Slacklines liegt bei etwa 30 Metern. Die Elastizität der Bänder hat Einfluss auf das eigene Körpergefühl, das unter 30 Metern durch die Nachgiebigkeit des Bandes beeinflusst wird. Hierbei machen die verschiedenen Materialeigenschaften und die mal harte, mal weiche Spannung des Seiles den Reiz aus. Was man auf straff gespannten Bändern tun kann, ist bei schlaff gespannten nicht unbedingt realisierbar. So bleibt der Geschicklichkeitssport durch die individuelle Anpassbarkeit spannend. Die Spannung der Slacklines lässt sich immer wieder neu einstellen, wodurch sich der Schwierigkeitsgrad regulieren lässt. Vor allem Skifahrer nutzen die Ähnlichkeit der Bewegungsabläufe, um auch ohne Schnee fit zu bleiben.

Fazit: Vielfalt als Programm

Alles, was man für diese Sportart braucht, sind zwei Haltepunkte, zwischen denen man das Band sicher spannen kann. Ansonsten lebt Slacklining von der Variation:

  • Man kann das Seil beim Highlinen höher legen oder anders spannen – je nachdem härter oder weicher.
  • Oder man legt es bei den Lowlines und Tricklines für besondere Akrobatik tiefer und muss sich deshalb kaum Sorgen wegen der Absicherung machen.
  • Beim Longlinen wird das Band von kurz zu lang verändert.
  • Beim Waterlinen wird es über Wasser gespannt.
  • Die neuste Entwicklung ist Indoor-Slacklinen auf einem „Slackboard“ genannten Holzrahmen.
  • Fortgeschrittene nutzen selbst im Dunkeln gespannte Night- und Darklines. Wobei das Gleichgewichtsorgan noch mehr herausgefordert wird, weil es ohne Sicht die Hauptverantwortung für die koordinierte Bewegung trägt.

Nicht nur der Körper wird beim Slacken trainiert, auch die mentalen Fähigkeiten – insbesondere Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.

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