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Wem die Sportart nicht vertraut ist, dem mag das Schattenboxen ein wenig seltsam erscheinen. Da stehen Menschen in der Gegend herum und führen Schläge gegen einen unsichtbaren Gegner aus. Tatsächlich kann Schattenboxen in vielerlei Hinsicht sehr effektiv sein: Boxer nutzen diese Trainingsform, um ihre Schlagtechnik zu verbessern. Auch ganze Schlagkombinationen können beim Schattenboxen einstudiert werden.

Schattenboxen als Warm Up

Auch für Menschen, die gar nicht in den Boxring treten, hat das Schattenboxen viele Vorteile. Beispielsweise trainiert man Koordination und Konzentration. Vor dem Workout kann Schattenboxen auch als Aufwärmtraining oder zum Abschluss als Cool Down eingesetzt werden. Zudem stärkt es Ausdauer und Flexibilität.

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Wo kann man Schattenboxen?

Das Schöne am Schattenboxen: Man braucht gar nichts, außer sich selbst. Für manche ist es angenehmer, vor einem Spiegel zu trainieren, weil man die Ausführung der eigenen Schläge besser beobachten und entsprechend korrigieren kann. Andere stehen einfach gerne im Park oder in einem Raum. Der Ort sollte jedoch genügend Bewegungsfreiheit bieten. Eine freie Fläche von etwa drei mal drei Metern dürfte ausreichen.

Die Grundstellung beim Schattenboxen

Wichtig ist ein fester und stabiler Stand. Man stellt sich schulterbreit auf, und ein Bein leicht nach vorne. Bei Linkshändern ist es das rechte Bein, bei Rechtshändern das Linke. Den Kopf entspannt aufrichten, den Rücken gerade halten und dabei die Taille locker lassen. Schultern und Ellenbogen hängen nach unten, während die Fäuste vor das Kinn gehoben werden. Wer möchte, kann auch Boxhandschuhe tragen. Andere Schattenboxer verbinden sich die Hände, auch wenn das im Prinzip nicht notwendig ist.

Ein abwechslungsreiches Kampfgeschehen

Aus der Grundhaltung heraus führt man dann Schläge gegen einen nicht vorhandenen Gegner aus: Aufwärtshaken oder Gerade beispielsweise. Wichtig ist die Abwechslung, man sollte also versuchen, im Geiste verschiedene Körperstellen des Gegners zu avisieren. Gleichzeitig muss man wie in einem richtigen Kampf natürlich auch Schläge abwehren, also blocken, ausweichen und kontern.

Aber Achtung: Schläge sollten niemals ganz durchgezogen werden, das heißt, dass man die Arme nicht durchstreckt. Das belastet die Gelenke zu sehr und erhöht die Verletzungsgefahr.

Schattenboxen ist ein gutes Ergänzungstraining für alle Kampfsportler, aber auch eine gute Methode, um den Kopf freizubekommen und den Körper locker zu bewegen. Wer schon etwas fortgeschritten ist, und den Muskelaufbau fördern möchte, kann das Niveau anheben und mit kleinen 1kg-Hanteln boxen.

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