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Der chinesische Philosoph Konfuzius war es, der die weisen Worte „In der Ruhe liegt die Kraft“ aussprach. So könnte man auch gut den Weg als das Ziel von Qigong zusammenfassen. Die mittlerweile über 1600 Übungen umfassende Bewegungslehre kommt ebenfalls ursprünglich aus China.  Die gute Nachricht: Qigong kann im Prinzip jeder. Es gibt keine Altersbeschränkung, man braucht keine Hilfsmittel, wenig Platz und man kann die Übungen nahezu überall ausführen. Bei Qigong geht es nicht um Leistung, sondern um körperliche und seelische Balance. Die schlechte Nachricht: Es gibt keine.

Qigong – Bedeutung und Herkunft

Qigong gehört zur traditionellen, chinesischen Medizin. „Qi“ bedeutet wörtlich übersetzt Atem oder Energie. „Gong“ bedeutet zum einen Arbeit, zum anderen Können oder Fähigkeit. Qigong könnte man entsprechend als „die Fähigkeit, mit der Lebensenergie umzugehen“ interpretieren. In einem der ältesten Standardwerke der chinesischen Medizin wurden bereits 200 v. Chr. Körperübungen zur Erhaltung der Gesundheit schriftlich festgehalten.

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Qigong

Qigong – Wirkungsweise der Übungen

Qigong geschieht im Zeitlupentempo. Von den 1600 bekannten Übungen sind gerade einmal 18 traditionell. Aus jenen wurden acht Figuren für den Alltag entwickelt, die unter dem Namen „Die acht Brokatübungen“ geläufig sind. Qigong dient der Atemregulierung, kräftigt Muskeln, Gelenke, Sehnen, Bänder und Wirbelsäule, verbessert den Stoffwechsel, stärkt das Nerven- und Immunsystem und ist allgemein ein guter Ausgleich zum oftmals stressigen Alltag. Auch die Selbstheilungskräfte sollen durch regelmäßig und richtig ausgeführte Qigong Übbungen aktiviert werden und bei Asthma, Rücken- und Kopfschmerzen helfen.

Qigong-Übung: Den Himmel mit beiden Händen stützen

Die erste der acht Brokatübungen hat wie viele Qigong-Übungen einen geradezu poetischen Namen: „Den Himmel mit beiden Händen stützen“  soll sich besonders positiv auf Herz und Verdauungsorgane auswirken. Die Füße dazu schulterbreit auseinander stellen, die Schultern entspannen, Arme hängen lassen und den Blick nach vorne richten. Nun die Arme gerade im Zeitlupentempo nach vorne heben und dabei einatmen. Wenn die Hände in Höhe des Oberkörpers sind, die Handflächen nach oben drehen und „gegen den Himmel drücken“. Dabei wird ausgeatmet und die Spannung anschließend losgelassen. Hände wieder nach unten sinken lassen und dabei drehen. Achtmal wiederholen.

Qigong – weitere Tipps zur Selbstanwendung

Nur Geduld: Mit Ruhe kann die Lebensenergie ungehindert und frei fließen. Auch wenn geübte Qigong-Praktizierende so konzentriert sind, dass sie Lärm nicht ablenkt, eignet sich ein ruhiger Ort am besten.

Locker bleiben: Es empfiehlt sich, lockere Kleidung, keinen Schmuck und keine Schuhe zu tragen, also nichts, was einengt.

Im Fokus: Die Augen sind bei den Übungen am besten auf einen imaginären Punkt in der Ferne gerichtet oder geschlossen. Die Gedanken einfach wie Wolken vorbeiziehen lassen.

Die Dauer: Besser weniger, dafür präzise. Qigong Übungen können individuell zusammengestellt werden. 20 bis 30 Minuten am Tag ist für den Anfang absolut ausreichend. Auch ein paar konzentrierte Minuten „zwischendurch“ können im Alltag helfen.

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