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Eine Frau, die sich leicht bekleidet an einer Stange rekelt, ist in vielen Filmen, die im Milieu spielen, zum Klischee geworden. Festes Accessoire ist so eine Stange auch beim Striptease. Kein Wunder, dass Pole Dancing oder Pole Dance als Mischung aus Sport und Tanz sowie Akrobatik und Gymnastik noch leichte Imageprobleme hat.

Kraft und Flexibilität beim Pole Dance

Dabei ist gekonntes Pole Dancing eine für den Körper anspruchsvolle Herausforderung. Neben kraftvollen Bewegungen hält das flexible Training Übungen bereit, bei denen der Widerstand zwischen Haut und Metall für bestimmte Bewegungen von der Anpresskraft unterstützt wird. Deshalb sollten Pole Dancer eher leicht bekleidet sein, was vom äußeren Erscheinungsbild wieder das Klischee bedient.

Wie ist Pole Dancing entstanden?

„Pole“ heißt Stange. Übersetzt würde man „Pole Dancing“ also „Stangentanz“ nennen – und tatsächlich sind die Bewegungsabläufe des Ganzkörper-Trainings sowohl bei den Artisten im Zirkus als auch in Tanzschule und Fitnessstudio zuhause. Entstanden ist das Training aus der traditionellen asiatischen Akrobatik ab dem 12. Jahrhundert. Die nämlich hatte schon immer für ihre abenteuerlichen Bewegungsabläufe Stangen und Pfähle genutzt. Diesen geschichtlich-kulturellen Hintergrund hat auch das viel artistischere sogenannte „Chinese Pole“, das man im Zirkus sehen kann.

Die Pole-Stange als Dreh- und Angelpunkt

Poledancing

Geübt wird beim Pole Dancing an einer vertikalen Metallstange, die einen Durchmesser von normalerweise 4,5 Zentimeter hat. Es gibt auch Versionen, die 5 Millimeter dünner oder dicker sind. Der Vorteil der Stange ist ihr geringer Platzbedarf, es gibt auch Einbauversionen für Zuhause. Dabei ist die Stange Dreh- und Angelpunkt für alle Übungen. Sie dient zum Festhalten oder Schwungholen, zum Hochklettern oder Herunterrutschen. Man hält sich also an ihr fest, schwingt sich dabei um sie herum oder nutzt sie als Stabilisierung für verschiedene Körperhaltungen und Bewegungen. Mit dazu gehören auch Dehnübungen, Körperdrehungen und Kopfüberfiguren.

Ausdauerfördernde sogenannte Pole-Figuren sind zum Beispiel:

  • Kletterübungen (Climbings),
  • Drehungen um die Stange (Spins) oder
  • Kraftübungen am Boden oder im Stand (Floor-Work).

Trainiert wird durch die über dreihundert unterschiedlichen Pole-Dance-Figuren neben Kraft und Ausdauer vor allem auch die Eleganz der eigenen Bewegungen. Der Körper dient bei vielen Übungen als Schwungmasse und Eigengewicht und hilft damit, Muskeln aufzubauen und Fett zu verbrennen. Dennoch ist der Sport auch für Einsteiger geeignet, weil es zahlreiche Übungen gibt, die den Körper weniger beanspruchen. Dabei lässt die Flexibilität von Pole Dancing auch Raum dafür, sich immer weiter zu steigern bzw. jene Bewegungen zu trainieren, die einem besonders liegen.

Kraft, körperliche Flexibilität und Eleganz

Die beiden Pole, zwischen den sich Pole Dancing vollzieht sind Kraft und Flexibilität. Denn das eigene Körpergewicht zu halten oder in Bewegung zu bringen, kann anspruchsvoll sein und lässt sich hinterher in Armen und Beinen deutlich spüren. Schönheit und Geschmeidigkeit der Bewegungen des Pole Dance sowie seine Grazilität und Anmut entstehen durch Gelenkigkeit und Flexibilität. Pole Dancing ist also nicht nur kraftvoll sondern auch elegant.

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Bewegungen wie bei keinem anderen Training

Erst der Einsatz einer Stange ermöglicht dem Pole Dancer Bewegungen, die sonst nicht so einfach möglich wären. Das wirkt mitunter, als könne man die Schwerkraft austricksen. Das ist zum Beispiel bei Überkopfübungen der Fall, wenn man den Körper um die Stange rotieren lässt oder wenn man sich langsam von oben nach unten gleiten lässt. Darüber hinaus könnte – verstärkt durch optionale Schlaufen – quasi seitlich angesetzt sogar an der Stange stehen.

Welche Körperpartien schult Pole Dancing?

Extremitäten und Hände, die bei fast allen Übungen haltende bzw. dynamisierende Funktionen haben, werden muskulär gestärkt. Auch der Beckenbereich und der Oberkörper werden durch Pole Dancing gefordert und geschult. Das liegt daran, dass immer wieder das komplette eigene Körpergewicht in Bewegung versetzt sowie abgefedert und gehalten werden muss.

Fazit: Pole Dancing ist anspruchsvoll

  • Auch wenn es leichte Übungen und Anfängertraining gibt, kann man Pole Dancing als anspruchsvoll bezeichnen. Denn im Zentrum des Geschehens steht nicht nur die Gelenkigkeit sondern immer wieder das eigene Körpergewicht. Gerade auch bei jenen Übungen, die Spaß bringen und toll aussehen.
  • Andererseits faszinieren die Kombination aus Tanz und Fitness oder die Geschwindigkeit mancher Drehbewegungen.
  • Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist eine weiche Matte oder sonstige Unterlage unerlässlich.
  • Zwischen Haut und Metall müssen bei vielen Übungen Reibung und Widerstand vorhanden sein, damit man nicht abrutscht. Man sollte sich deshalb vor dem Training nicht eincremen und kurze Sportkleidung tragen.

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