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Einige Sportarten für mehrere Personen haben eine klare Arbeitsteilung. Oft arbeiten die Teilnehmer gleichberechtigt Hand in Hand zusammen, werfen oder schießen sich etwa den Ball zu. Die actionreiche Funsportart „Blobbing“ ist nicht nur diesbezüglich eher ungewöhnlich. Denn hier wird eine Person in die Luft geschossen: Ein Teilnehmer legt sich auf das eine Ende eines riesigen mit Luft gefüllten Sprungkissens, das wie ein Wassertrampolin funktioniert und „Blob“ genannt wird. Ein oder zwei andere Personen springen von möglichst weit oben auf die andere Seite. Die Maße des Blobs sollten etwa zehn Meter in der Länge und zwei bis drei Meter in der Breite sein. Kleinere Kissen können aber auch nur 5 Meter lang sein. Dabei kann das Sprungkissen sowohl in einem See oder in der Badeanstalt genutzt werden.

Große Sprünge mit dem Blob

Blobbing ist also eine Mischung aus Wassersport und der richtigen Sprungtechnik. Wer die Technik nicht drauf hat, landet unter Umständen unsanft im Wasser. So wie in vergangenen Zeiten Artisten als Sensation auf Jahrmärkten aus Kanonenrohren in die Luft geschossen wurden, wird der vorne auf dem Kissen Sitzende weit nach oben bzw. vorne geschleudert. Mindestens ein paar Meter weit – die kleine Flugreise kann aber auch mal über 20 Meter weit reichen.

Blobber und Jumper im Blobbing-Battle

Die Person, die vorne sitzt, wird „Blobber“ genannt, die Springer heißen im Originalsport „Jumper“ und die Wettbewerbe nennen sich „Blobbing Battles“.

Inzwischen gibt es solche Blobbing-Wettkämpfe beispielsweise in Deutschland und Österreich. Dabei ist ein wesentliches Kriterium, wer gewinnt, wie interessant die Sprungfiguren und wie hoch bzw. weit die gesprungenen Distanzen sind.

Achtung Helmpflicht: Sicherheit beim Blobbing

Durch den kraftvollen Sprung auf das Kissen verlagert sich die Luft in dessen Innern und übt Kraft auf den Hochzuschleudernden am anderen Ende aus. Dafür springen entweder eine oder zwei Personen zusammen von einem bis zu zehn Meter hohem Turm, um das notwendige Gewicht zu erzeugen. Wer einen Aufprall von weit oben auf eine Wasseroberfläche kennt, weiß, wie wichtig die richtige Körperhaltung beim Sprung ist. Deshalb stellt sich die Frage, wie sicher Blobbing als Funsport ist.

Der TÜV hat hierzulande daran mitgearbeitet, dass die Sicherheitsstandards für diese relativ neue Sportart verbindlich festgelegt sind. Denn schon kleine Sprünge können weit fliegen lassen – wobei immer ungewiss ist, wie hoch man dabei fliegt und wie hart dementsprechend der anschließende Aufprall auf dem Wasser ist. Denn nur erfahrene „Blobber“ können ihre Flugbahn mit koordinierender Körperbeherrschung lenken. Also Vorsicht: Ohne Helm und Schwimmweste ist der Sport verboten.

Außerdem sollte die Wassertiefe mindestens zwischen zweieinhalb und drei Metern betragen. Ebenso wichtig ist ein Spungkissen, das groß genug ist, wobei man kleinere Blobbs bereits ab circa 400 Euro erstehen kann – es geht aber nicht nur beim Sport sondern auch beim Preis schnell steil aufwärts, denn ein größeres Kissen kann über 1.000 Euro kosten.

Die Ursprünge des Blobbings

Eine Idee wie Blobbing kann nur aus Amerika kommen. Als Erfinder gilt der Texaner Tex Robertson. Er konstruierte die ersten Blobs aus Behältern für den Öl- und Gastransport des amerikanischen Militärs. Blobbing hat seine Wurzeln wohl in den 1980er-Jahren, als Seeleute der amerikanischen Marine auf Gummibehälter sprangen und der Spaßfaktor dabei groß war. Vor nicht ganz zehn Jahren gelangte der Sport dann nach Europa.

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